Bremstrommel, Trommelbremse, Druckstange, Grundeinstellung der Bremsanlage, Handbremseilprobleme, Seillängen

Aufgrund der verschiedensten Verbauteile ist es SEHR empfehlenswert, zu jedem Demontageschritt ein FOTO zu machen! So tut man sich im Rückbau sehr viel leichter.

Die hier eingebrachten Bilder sind in ihrer Reihenfolge lediglich nach Verfügbarkeit als Beispiel eingestellt. Man kann nur das zeigen, „was man hat“.


Bremstrommel

Der LT hat 3 verschiedene Bremstrommelgrößen. Sie sind unterschiedlich im Aussendurchmesser und Lochzahl.

252mm
LT28 bis LT 31
270mm
LT35 Einzelbereift
Zwillingsachse
LT35 bis LT55
5 Loch 5 Loch 6 Loch

Bremstrommeldaten Zwillingsachse

Bei der großen Trommel steht für die Max. Dia 10.678„; diese Werte stehen für die maxilmale Ausdrehtiefe in Zoll.


Bremstrommel, Verschleißgrenzen

Der Gesamtdurchmesser (bei „absoluter Rundung“ in der Trommel, über den Mittelpunkt gemessen ), muss hier eingestellt werden.

Es muss eine Differenz zwischen Bremstrommel-Innenmaß und Bremsbelägen, von aussen zu aussen, von 1,5 mm bestehen.

Die Verschleißgrenze bei der kleinen Bremstrommel ist 253,5 mm ; neu 251mm

Die Verschleißgrenze bei der großen Bremstrommel ist 271,5 mm ; neu 269mm


das Handbremsseil endet in der Trommel

Das muss bei Arbeiten an der Trommelbremse, den Bremsankerblechen, und auch der Steckachse unbedingt berücksichtigt werden.

Erst nach der Demontage der Bremstrommel kann man auch das Handbremsseil aus seiner Halterung ausklinken. Wie es eingehangen ist, ist unten beschrieben.


Bremsbelag, Zustand- und Einstellungsprüfung

rechtes Hinterrad

Dies Bilder sind vom rechten Hinterrad

Trommelbremse im eingebauten Zustand prüfen

LT-Harry Chris

Das lange Teil der Bremstange kommt nach hinten (Richtung Ankerplatte). Falsch machen kann man da nichts, weil der kurze Teil vorne (Draufsicht)in die Aussparung des Bremsbelagshalters greift.

Die Anschrägung der Hülse (das Teil, das von der Bremstange abgezogen werden kann), muss in Richtung Ankerplatte zeigen.

Die Bremsstange auf der Beifahrerseite (rechte Seite) ist mit einem L gekennzeichnet, dieses steht für Linksgewinde und nicht für die linke Seite. Die Bremsstange auf der Fahrerseite trägt keine Kennzeichnung und hat ein Rechtsgewinde. Vertauschst man die Stangen, funktioniert die automatische Bremsnachstellung nicht mehr.


Linkes Hinterrad

Dieses Bild ist vom linken Hinterrad, mit eingebautem Radbremszylinder; auch hier muss der Schraubenzieher schräg nach innen eingeführt werden, um das „Zahnrädchen“ verstellen zu können.

WICHTIG: Hier sieht man die „andere Position dieses Verstellrädchens“


Einstellzahnrad auf der Druckstange finden

Zuerst muss man sich der Mühe unterziehen, HINTER der Bremstrommel die 2 Gummistopfen zu entfernen; das jeweils ca. 12 mm große „Guggloch“ gibt „Einsicht“ auf den jeweiligen Innenbereich.

Da kann man, mit Taschenlampenhilfe, die aktuelle Belagdicke und auch, das „Verstellzahnrad“ sehen. Das muss man für die weitere Demontage möglicherweise später „verdrehen“ (passender Schlitz-Schraubenzieher).

Um die ungefähre Position dieses Verstellrädchens zu finden, sollte man einen mittelgroßen Schraubenzieher, wie im Bild gezeigt, in den inneren Trommelbereich einbringen und ertasten; danach mit dem Verstellvorgang beginnen.

Dieses Zahnrädchen ist „schrägverzahnt“ und durch eine spezielle „Blattfeder“ gegen Verdrehen „weich“-gesichert.

Bei Abstandveringerung(Bremsbacke zur Trommel) geht das Verstellen LEICHT. Bei Zurückstellung muss der Federdruck überwunden werden; es geht also schwerer!

Vorsicht

Bei dieser Aktion nicht die Gummimanschette des Radbremszylinders verletzen.


Bremstrommel ausbauen

Alles muss leicht gehen.

-die kleine Schraube(Kreuzschlitz oder Inbus) abschrauben; vorher mit Rostlöser einsprühen. Die Schraube ist für das Bremssystem unbedeutend; sie soll lediglich verhindern, dass einem bei der Demontage des Rades nicht auch gleich die Bremstrommel mit „entgegenkommt“. Im Problemfall, ausbohren, neues Gewinde einschneiden. Bündigkeit der neuen Schraube zur Bremstrommel beachten!


Wer es bis hier nicht geschafft hat, alles nachzuvollziehen, schraubt besser das Ganze wieder zusammen, d. h., GEHT ZUM FACHMANN!!!


die Bremstrommel abziehen

-zum weiteren Ausbau der Trommel, muss die Druckstange mit dem „Verstellrädchen“ so bewegt werden, dass der Gesamtumfang des Trommelbremsen-Durchmessers verringert wird, damit die Bremstrommel(weil die Bremsbeläge je nach Laufleistung, eingeschliffen sind, d. h., die Bremstrommel hat einen „Überstehgrad“) mühelos abgezogen werden kann.

Wichtig:

Die Bremstrommel nicht mit Abzieher demontieren! Dies hätte einen erheblichen Verzug der Trommel zur Folge!; diese Abzieher sind nur etwas für Profis, die jeden Tag damit arbeitet Und viel zu teuer.

So kommt nur dei „billige“, einfache und gut beherrschbare Variante für den SCHRAUBER in Frage.

-Die 3 Schrauben (M10, Länge 40 mm) werden in die Gewindelöcher der Bremstrommel geschraubt, bis sie an der Steckachse anschlagen.

-Danach werden sie GLEICHMÄßIG im Weiteren um je ca. 1 Umdrehung weitergedreht.

-Die Trommel muss zwischenzeitlich immer wieder gedreht werden, um sicher zu sein, dass sie noch frei läuft. Wenn dies nicht der Fall ist, sind mit dem Einstellzahnrad die Bremsbacken bis zum „Freilauf zu verstellen“.

-Hat man in die falsche Richtung gedreht, sitzen die Belage satt in der Trommel auf/fest; es ist „der kurze Weg“, heißt, man hat das bereits nach einigen KLICKS.

-Die Trommel hat eine Wandstärke von etwa 5-6mm. Nach dem Eindrehen der Schrauben um dieses Maß sollte die Trommel anfangen, sich zu lösen. Tut sie das nicht, kann das drei Ursachen haben:

  • Freilauf zu den Bremsbacken nicht erreicht oder Bremsbacken an der Trommel „angebacken“/angerostet (s.o.)
  • Bremstrommel verzogen
  • Bremstrommel auf der Radnabe angerostet

In solchen Fällen die Schrauben nicht mit Gewalt weiterdrehen, da man sich sonst die Gewinde aus dem Gussmaterial der Trommel herauszieht und dann kaum noch eine Chance hat, die Trommel überhaupt zu lösen. Wenn die Trommel sich trotz Freigängigkeit zu den Bremsbacken nicht löst, in die Zentrierbohrung der Trommel etwas Kriechöl/Rostlöser einwirken lassen und ggf. die Trommel erhitzen. Dann erneut probieren.

Bei Nichtbeachtung „zerreißt“ man das „Innenleben“ der Trommelbremse! ; Chris, 03.02.2018


Bremstrommel ersetzen

Eine Bremstrommel, die für normale Bremsbeläge nicht mehr in Toleranz ist, könnte man noch ausdrehen, die aber dann auch dickere Beläge fordert ; auch hierfür sind Toleranzen festgeschrieben.

Die Bremstrommeln sollten „paarig“ getauscht werden.

Die Beläge gibt es für 2 verschiedene Bremstrommeltypen: 252 mm und 270 mm

Für die Tommelbremsbeläge (252) gibt es zwei grundsätzliche Ausführungen, wobei die Baumaße bei beiden gleich sind —-

Breite:55 mm, Länge 215 mm (Bogenende zu Bogenende gemessen)—-

und für 270, die eine Breite von 66mm haben

- Bremsbeläge aufgenietet (mit Kupfer- oder Alu-Nieten)

gerissener Bremsbelag

hier kann man den „alten Unterbau“ weiter verwenden;

sie sind extrem billig, fordern aber Sachkenntnis im Ab-/Aufbau. Die dazugehörigen „Nietpakete“ werde meist nicht mitgeliefert und sind separat fast nicht zu bekommen!

- Gängig sind heute nur noch die „Geklebten“. Sie sind nicht als „Austauschteil“ zurückzugeben.

Und hier ist die Trommelbremse fertig montiert zu sehen.

In den Bilder, oben und unten, ist das falsch verlegte Handbremsseil zu sehen; es ist über, anstatt unter dem Blattfederpaket verlegt.


Druckstange

Hier besteht ein besonderes Problem, weil die Bezeichnungen „links und rechts“ verwirrend sind!!

Die u. a. Angaben sind richtig und keine Schreibfehler!


Druckstange verbogen

Wird so etwas festgestellt, ist Gefahr in Verzug

Falsch eingebaute Druckstange

Hier ist ganz deutlich zu sehen, dass die Druckstange nicht richtig in den Nut gesetzt wurde.

Die Folge ist, dass sie einfach „zu lang“ ist und sich aufgrund des hohen Drucks im Bremssystem früher oder später total verbiegt.

Das kann dazu führen, dass sie nicht mehr „gehalten wird“, herausfällt, und das gesamte Bremssystem in dieser Trommel zerstört; mit unabsehbaren Folgen!

Dieses Foto zeigt den Aufnahmenut

Hr


Schadensbilder

Diese sind unmittelbar nach Schadensauftritt aufgenommen. Hierbei kann man noch von „Glück“ reden, weil es weiterführend sogar zu einem Steckachsenabriss hätte führen können.

Aber wesentlich ist, dass der LT in dieser Phase nicht mehr richtig gebremst werden kann und unkontrollierbar wird.

))

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({:wiki:bremse:schadensbilder:schaden_radbremszylinder1a.jpg?450|




schematisches Bild

der Einbauposition; als Refernz ist hier der „Handbremshebel/Seilzugaufnahme“ und das „Bremsankerblech“ zu sehen

schematische Darstellung der Einbauposition der Druckstange


Druckstangenposition an den Hinterrädern

Uwe aus Hamm, Hr, gr

ACHTUNG Änderung der Druckstangen und Bremsbacken mit Nachstellhebel

in 1980 ab Fahrgestellnr 28A 0020 471.

-Die alte Ausführung hat nur 1 Ritzel auf der Druckstange.

-Die neue Ausführung hat 2 Ritzel getrennt für Nachstellhebel und manuelle Verstellung.

Deshalb wurde auch der Nachstellhebel an der Bremsbacke um ca. 2-3mm verlängert, was zunächst fast nicht auffällt.

Allerdings trifft der Nachstellhebel dann das Ritzel nicht korrekt mittig bzw sitzt auf beiden Ritzel auf und rastet nicht korrekt ein (siehe Foto unten).

Also genau hinschauen was verbaut ist/wird.

Die Alte oder neue Ausführung können daher jeweils nur zusammen verwendet werden, also nicht gemischt verbaut werden.

Die Bremsbacke mit kurzem Nachstellhebel (alten Ausführung) hat eine andere Teilenummer und ist nicht in den üblichen Rearatursätzen im Handel enthalten. Dort wird meist nur die neue Ausführung mit Rerefenz auf VW 281 698 527 GX angeboten, ist aber im Zubehör oft für alle LT ab 76 gelistet, was falsch ist.

Eine gleichzeitige Umrüstung auf „neue Ausführung“ Druckstange und Bremsbacken ist aber möglich sein.

Hier ein Bild bei unzulässiger Kombination :

Druckstange neu mit Bremsbacke alt mit ca. 72mm Hebel

Hier ein Bild bei zulässige Kombination :

Druckstange neu mit Bremsbacke neu mit ca. 75mm Hebel

Hinweis zur VAG-Nummer

Fast alle VAG-Nummern bezeichnen das Ersatzteil in der „letzten“ Ziffer“ die ungerade als links = fahrerseitig und die „gerade als rechts = beifahrerseitig.

Für Einfachbereifte LT's Bj. 1976-80 , mit Fahrgestellnr; ab 289 2500 001 bis 28A 0020 471

Ungeprüfte Massangabe Classic Parts 138x24x24

VAG 281 609 801 (linke Seite - mit Rechtsgewinde) und

VAG 281 609 802 (rechte Seite - mit Linksgewinde);

Die Trommelbremse des T3 ist weitgehend baugleich. Deshalb sollte man beim Schrotthändler dazu auch mal nachsehen.

Einfachbereifte LT Ab 1980 Ab Fahrgestell-Nummer 28A 0020 472 haben

Ungeprüfte Massangabe Classic Parts 140x24x24

VAG 281 609 801 B (linke Seite - mit Rechtsgewinde) und

VAG 281 609 802 B (rechte Seite - mit Linksgewinde);

Erkennbar an den 2 Zahnradkränzen

Einfachbereifte LT35E (auch 4×4) mit 270er Bremstrommeln haben

Ungeprüfte Massangabe Classic Parts 160x34x34

VAG 291 609 801 A (linke Seite - mit Rechtsgewinde) und

VAG 291 609 802 A (rechte Seite - mit Linksgewinde);

Doppelbereifte LT Ab F 289 2500 001 haben stärkere Aufnahmeböcke für die Bremsbeläge

Ungeprüfte Massangabe Classic Parts 138x24x24 ( !? )

VAG 291 609 801 und

VAG 291 609 802 (beides OHNE Buchstaben!!; sonst wie oben)


Einhak-Position des Handbremsseils, sowie der Federn


Hilfswerkzeug zum Abhebeln der Federn, Federteller

Bei der Demontage/Montage der Bremsbeläge sind die „dicke Zugfeder“ und der „Federteller“ für Schrauber die Teile, die die meisten Schwierigkeiten bereiten.


für die DICKE ZUGFEDER

Sie ist im sichtbaren Teil auf den überlangen Schrauben der Steckachse, oben, befestigt. Diese Schrauben sollte man, nur im Zusammenhang mit einer Bremsreparatur, NICHT lösen!


das Werkzeug

Es ist ein lecht abgewinkelter Schraubenzieher, in den mit einer Dreikantfeile ein Dreieck eingefeilt wird, das zur Aufnahme des Federdrahtes(Feder) geeignet ist.


für die Federteller

Hier hilft eine kurze einfache Gripzange(ca. 12cm lang), mit der man den Federteller „festhält“. Mit ihr kommt man beim Aus- und Einbau gut an die geforderte Position und kann ihn fast mühelos auf den Zapfen (90 Grad) drehen/drücken.


Die Grundeinstellung der Bremse

Und genau hier, an der Trommelbremse, wird die Grundeinstellung für das GESAMTE Bremssystem vorgenommen!

und nicht, wie vielfach geglaubt und gemacht, am Handbremsseil.


Grundeinstellung erfolgt hinten an der Trommelbremse

adroth

Nach Montage der Bremsbeläge, sind diese erst mal „außermittig“.


Deshalb ist zuerst der Innendurchmesser der Bremstrommeln auszumessen(Neumaße stehen auf der Trommel) und danach der Versteller so auseinanderzustellen, bis der Durchmesser der Bremsbacken 1,5 mm kleiner ist. Beide Maße ermittelt man mit einer Schiebelehre, s. oben, „Bremsbacken/Verschleißgrenze“.

Erst nach Aufsetzen der Bremstrommeln werden sie nach mehrfacher Betätigung des Bremspedals in ihre richtige Position gedrückt/zentriert.


Austausch der Bremsbeläge/Bremstrommel


Aufbau der Teile in der Trommelbremse


Zusatzfeder



Trommel, außen

Der hier aufgedruckte Text ist nur bedeutend für die max. Ausdrehtiefe.

Es gibt 2 Trommelgrößen mit dem Aufdruck DIA(=Diameter,engl., für Durchmesser)

- 9,980 oder,

-10,678.

Diese ZOLL-Zahlen muss man, mathematisch begründet, „mal 2,54“ nehmen. So kommt man auf die max. Ausdrehtiefe dieser beiden Trommelarten, also

-253,5 mm, bzw.

-271,0 mm.

Bei ausgedrehten Trommeln müssen verstärkte Bremsbelägen verbaut werden.


Die Trommelbremsen, auch hier muss auf die Position(Bremsbelagbereich) bei der Demontage geachtet werden, halten normalerweise ÜBER 100.000 km, es sei denn, sie sind durch Öl vom Getriebe/Achse oder Bremsflüssigkeit, wegen defekter Radbremszylinder/Manschetten, verschmiert.

Da die Trommelbremse mit ihren Bauteilen (außer Bremsradzylinder) sehr lange hält, sollte man bei unklaren Fehlern darüber nachdenken, die Trommeln mitsamt den Belägen auszuwechseln; vorher die Trommeln auch mal von links nach rechts wechseln.

Bremsbeläge sollten unbedingt „angephast“ sein( Abkantung auf 45 Grad auf ca. 1 mm).

Dies verhindert im Ansatz das lästige „Bremsenquietschen“).

IN/AUF die Bremse gehört NIEMALS ÖL oder Fett!!!, weil das bei den erreichbaren, sehr hohen Temperaturen „weiterfließt“ und somit den „fettempfindlichen“ Bereich, „Bremsbelag/Trommelinnenfläche“ erreicht.

Kupferpaste, o. ä. kann man hauchdünn auf das Gelenk des jeweiligen Bremsbelagträgers und der Verbindung Radbremszylinder zu diesem örtlich sauber begrenzt, auftragen. Empfehlenswert ist sie auf jeden Fall auf der Steckachsennabe zur Felge; aber IMMER hauchdünn. Auch deshalb ist hier der Fachmann gefragt!

„Schlaumeiers abwaschen/einpinseln/einlegen der Bremsbeäge in fettlösenden Mitteln, wie Benzin, Bremsenreiniger, Verdünnung, Silikonreiniger, Spiritus oder einfach mit dem Waschmittel der Hausfrau u. a.“ helfen NICHT!!; deshalb, bei veröltenBremsbelägen immer NEUE BELÄGE!!

Im Austausch von Bremsbelägen ist, bei geringsten Zweifeln, nur Qualitätsware empfehlenswert.

„BREMSARBEITEN“ sind sicherheitsrelevant und setzen Fachkenntnisse voraus

Für das Gesamtbremssystem ist die GRUNDEINSTELLUNG (s. o.) der Hinterradbremse (nicht die Handseileinstellung!) von besonderer Wichtigkeit, da sie den Pedalweg wesentlich beeinflussen kann.


Sonstiges

Handbremsseilprobleme

bei gerissenen Bremsseilen

-sollte man BEIDE Seiten ersetzen(haben verschiedene Längen)

Teilenummern und Längen:

LT28-35E

links 1040mm 281609701C ersetzt Endbuchstabe B/C

rechts 1690mm 281609702D ersetzt Endbuchstabe -/B/C/D


Längen der Handbremsseile LT 35, Bj. 1978 bei langem Radstand 2950mm, zwillingsbereift :

Ein Hinweis zu diesen Seilen

Das linke Handbremsseil passt nicht in die „Waage“, weil zu kurz!

Die Feder des neuen Seils ist bei gleichem Windungsabstand und Drahtstärke 4 cm länger, als die des alten:

Also ist die Feder um die 4 cm vorsichtig zu kürzen(Flex) und dann die losen Ringe „rauswurschteln“.

Die Abmessungen sind gleich; alt-neu, Seil, Hülle. Ich hatte die Seile vor Einbau nebeneinandergelegt, aber eben nicht exakt geschaut – Zusatzarbeit! Betrifft nur die linke Seite. Rechts paßt alles!(Dieter M, 10/2016)

links 291 609 701 A ; 953 / 665 mm (Gesamtlänge / Länge Hülle)

rechts 291 609 702 A ; 1463 / 1100 mm (Gesamtlänge / Länge Hülle)


LT35Z

links 950mm 291609701F ersetzt Endbuchstabe A/C

rechts 1150mm 291609702G ersetzt Endbuchstabe A/C/E


LT40

links 1010mm 291609701G ersetzt Endbuchstabe B/D

rechts 1570mm 291609702H ersetzt Endbuchstabe E


LT50

(Bremseil mit Gewindeeinsatz)

links/rechts 1400mm 291609701E ersetzt Endbuchstabe D


LT 4×4

(Bremseil mit Gewindeeinsatz)

links/rechts 1717mm 291609701H ersetzt Endbuchstabe C


die Bremszugstange der Handbremse

(von der Handbremse zum Seil-Ausgleich) ist schwach dimensioniert und stark durch Korrosion gefährdet; deshalb sollte sie bei Handbremsseilschwäche mit ersetzt und an entsprechenden Stellen gefettet werden (Ausgleichsbügel mit allen dort befindlichen Gewindeteilen, auch den Teilen zum Handbremshebel; dabei ist auch die Manschette an der Karosserie prüfen).


festsitzende Handbremsseile

im Bremstrommelbereich werden meistens gleichzeitig zum Ersatz des Bremsankerblechs führen. Diese sollte man vor Einbau vor Korrosion schützen (Verzinken, Lacken, u. a.).

Hinweis

Die Handbremsseile laufen durch die Bremsankerplatte und müssen in diesem Bereich voll beweglich sein. Sind sie dort eingerostet, werden sie schwergängig und können die Bremswerte an dem enstsprechenden Rad u. U. erheblich negativ beeinflussen.


Austausch der Bremsankerplatte

Informationen über Bremsbelagdaten


gerald 19:34, 05 February 2018 UTC



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