Re: Frage zu Tankentnehmer 110L
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Geschrieben von Marcel(NL) am 01. Oktober 2026 17:42:26:
Als Antwort auf: Re: Frage zu Tankentnehmer 110L geschrieben von Andreas aus München am 01. Oktober 2026 11:34:45:
Nun ja....
Die integrierte Flügelzellenpumpe dreht sich permanent mit halber Motordrehzahl.
Der erzeugte Unterdruck zieht den Diesel mechanisch aus dem Tank durch Kraftstofffilter (und dem ggf. vorhandenen Wasserabscheider) direkt in das Gehäuse der Einspritzpumpe.
Sobald der Diesel in der Pumpe ist, komprimiert die Flügelzellenpumpe den Kraftstoff im Pumpeninnenraum auf einen drehzahlabhängigen Druck (ca. 2 bis 7 bar).
Das Rücklaufsystem laeuft ueber die OUT Schraube.
Diese Schraube ist kein einfaches Loch, sondern enthält eine kalibrierte Überströmdrossel (eine winzige Bohrung).
Sie sorgt dafür, dass der von der Flügelzellenpumpe aufgebaute Innendruck im Gehäuse nicht sofort wieder entweicht.
Weil permanent kühler Diesel aus dem Tank nachgesaugt wird und der warme Überschuss über die OUT-Schraube abfließt, wird die Einspritzpumpe im Betrieb kontinuierlich gekühlt, was überlebenswichtig ist!Das Rücklaufrohr beim Diesel ist deutlich kürzer (endet im oberen/mittleren Bereich).
Warum? Der zurückfließende Diesel wird oben in den Tank eingeleitet, damit er sich beruhigen kann.
Ausserdem, wenn das Rücklaufrohr genauso tief am Tankboden enden würde wie das Ansaugrohr, bestünde die Gefahr, dass die Pumpe den warmen, gerade zurückgeflossenen und möglicherweise durch Verwirbelung leicht aufgeschäumten (mikroluftblasen-haltigen) Diesel sofort wieder ansaugt. Zudem schützt der Höhenunterschied davor, dass bei Druckschwankungen versehentlich Schmutz vom Tankboden über den Rücklauf aufgewirbelt wird.Gruesse,
Marcel
- Re: Frage zu Tankentnehmer 110L Andreas aus München 02.10.2026 08:29 (0)
- Re: Frage zu Tankentnehmer 110L danielduc 02.10.2026 07:52 (1)
- Re: Frage zu Tankentnehmer 110L Marcel(NL) 02.10.2026 15:40 (0)
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