Re: Frage zu Tankentnehmer 110L
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Geschrieben von Marcel(NL) am 02. Oktober 2026 15:40:01:
Als Antwort auf: Re: Frage zu Tankentnehmer 110L geschrieben von danielduc am 02. Oktober 2026 07:52:26:
Das ist nicht so schwierig - Wir haben es hier mit Syphons zu tun - was sogar manchen Physikern Probleme macht ;-)
Also, lass Uns mal Ausgehen von der OUT Schraube ganz oben und einem geschlossenem/dichten System.
Steht nun alles stroemen Luftblasen nach oben und die OUT Schraube wirkt wie eine Entlueftung,
die sehr gut funktioniert wenn dann die Fluegelpumpe beginnt, da die die Luft effektief in den Tank transportiert.
Nun haben Wir keine Luft mehr im System - und wie geht es dann weiter wenn Du den Motor wieder ausmachst?
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Die Pumpe stoppt und die zwei Syhpons (Anzug + Zuruecklauf) machen Unterdruck.
Lass uns doch mal den Druck(Sog)unterschied berechnen:
Da hier nur die Hoehe (15cm), die Gravitation, und die Dichte vom diesel eine Role spielt, kommen Wir auf ca. 12 mbar oder eben 0.012 bar.
Damit ergibt sich die naechste Frage:
Wie ist das Thermoventil (Knackfrosch) genau aufgebaut, da es einen Widerstand im Zuruecklauf macht (soweit ich weiss ist es ein Thermoventil OHNE Rueckschalgventil - wenn doch ist alles klar hiermit).
Allerdings muss man eben auch wissen, das bei mehr als 15 Grad C der Knackfrosch durchschaltet in den Tank um die Fluegelpumpe am Leben zu halten.
Also sollte der Widerstand an diesem Ventil nicht echt eine Rolle Spielen.
und nun?
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Nun kommt OberflaechenPhysik ins Spiel und das man Ebergie bezahlen muss um eine Oberflaeche zu erzeugen!
Makroskopisch ist das klar: Du brauchst z.B. ein Beil und Hammer um Holz oder auch weiches Metal zu spalten.
Dieses gilt aber aber auch fuer Gase und Fluessigkeiten und gerade kleine Radien machen hier grosse Probleme - durch den Energieterm der mit 1/R (Kruemmung) geht!!!
Diesen Effekt kennst Du gut: das Aufblasen einen Luftballons.
Warum dieses alles?
Nun Wir ziehen also nun mit einem Unterdurck von 0.012 bar, muessen aber im Endeffekt eine invertierte sehr kleine Luftblase durch das kleine Loch in der OUT Schraube erzeugen...Selbst wenn der Hoehenunterschied nun 45 cm ist (lehr gezogener Ruecklauf), dann sind es nur 0.036 bar um diese Luftblase zu erzeugen.
Oberflaechenspannung/Oberflaechenenrgie von dem oeligen Diesel bestimmt nun ob dieses passieren kann.
Hierbei spielt auch die Grenzflaechenenrgie zwischen Diesel und dem Schraubenmaterial eine wichtige Rolle, da diese den Kontaktwinkel bestimmt.
Und letztlich spielen hier auch noch die Kapilarkraefte in den Leitungen eine Rolle, aber die sollten (meiner Meinung nach) hier vernachlaessigbar sein.Gruesse,
Marcel
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