Re: Gummilager nachbauen


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Geschrieben von Rasmus DK am 02. Juni 2026 14:17:51:

Als Antwort auf: Re: Gummilager nachbauen geschrieben von Thomas_aus_UL am 01. Juni 2026 13:52:13:

Hallo Rasmus, ja ist absolut Interessant! also gerne eine Anleitung / o.Ä. aufsetzten!
Die Frage ist auch, wie es mit anderen Härten aussieht. Hanno und ich hatten letztes Jahr auch wegen Motorlagern da schon rum gemacht (Vielleicht ist Hanno auch in die Praxis gegangen, dass weiss ich nicht) Das Problem ist ja auch da, dass es das Motorlager nicht mehr gibt.
Auch mit Chris hatte ich diesbzgl. Kontakt, und konnte raus finden, dass die Motor Lager Härte 45Shore neu haben sollen.
Mein altes hatte ich damals gemessen mit 68-75Shore je nach Messposition...
Ich hatte dann brutal Glück und hab noch ein nagelneues original VW auftreiben können, das hatte gemessen dann 42-48Shore was gut zu dem auf der Angabe passt.
Da ich viel aufeinmal geändert hab, weiss ich nicht, wie hoch er Anteil an der Geräuschminderung durch den Tausch des Lagers war (DV zu ACL ist halt auch generell leiser...) und ich habe nur eines der beiden Lager getauscht, bin aber fest von Überzeugt, dass das erheblich zum Körperschall beitragen müsste.
Und auch spannend, das rund 40Jahre alte Motorlager war rund 3mm gesetzt gegenüber dem Neuen!.
Also wie gesagt, super spannend, und gerne alles teilen, was du weisst, und wenn du 3D Modelle für Gußformen machst, auch gerne die teilen, es gibt ja im Wiki eine 3D Modell Ruprik.
Grüße Thomas


Hier sind meine Erfahrung

Die Teile, die ein- oder angegossen werden sollen müssen, natürlich sauber, trocken und fettfrei sein, darüber hinaus muss die Oberfläche rau sein, mit groben Sand Strahlen ist das Beste, man kriegt das aber auch mit einer Schruppscheibe hin. Ansonsten muss man auch darauf achten, dass man keine Scharfe Kanten mit eingießt, da das zu rissen führen kann.

3d gedruckte formen sind eigentlich zu porös und rau, da wird das Trennmittel zu sehr aufgesaugt. Ich habe sie mit Epoxy Grundierung versiegelt und Zwei mal Trennmittel aufgetragen, das half.

Die Formen und Stahlteile habe ich mit Acryl Fugenmasse auf ein Brett geklebt, damit die PUR-masse nicht unten rausläuft.

Nun zu der PUR-masse. Vier Verhältnisse sind wichtig,
1. die Temperatur der Gies Masse (23 Grad Wasserbad)
2. Die Temperatur der Form und teile die mit eingegossen werden (50 Grad Backofen)
3. Das genaue Mischungsverhältnis nach Gewicht (100g+55g bei shore 80A Küchenwage)
4. Das Rühren, da das Gießharz und härter beide transparent sind sieht man nicht (wie bei 2k-Spachtel) wann genug gemischt ist. Bei meinem ersten Versuch war alles, nach 24 Stunden noch leicht klebrig, weil ich zu vorsichtig gerührt habe, um nicht unnötig Luftblasen mit in die Masse zu rühren.

Einige ziehen die Luftblasen mit einer Vakuum Kammer raus, aber das ist meiner Meinung nach nur notwendig, wenn die Optik wichtig ist, zumal die Tropfzeit (80A) 1-10 Minuten beträgt, muss man recht zügig arbeiten.
Dann wie beim Kuchenbacken in die Form Gießen und warten.
Wenn alles perfekt war, kann man das teil nach einer stunde entformen und die Form wiederverwenden. Ansonsten muss man ein paar Tage warten, bis es durchgehärtet ist.

Das Material habe ich bei Flexonal.de bestellt, die haben PUR in Shore 20-40A, 60A und 80A und 80D (entspricht die Härte eines Arbeitshelm).

Ist eigentlich ganz einfach.

MFG Rasmus



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