Egal wie geschleppt wird - mit Gelenkwelle leidet das Getriebe immer!


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Geschrieben von Oliver 4x4 am 27. Februar 2026 06:56:17:

Als Antwort auf: Re: Nebengeräusche wie ein Traktor, Getriebe? geschrieben von aronus am 26. Februar 2026 18:37:43:

OK, also liegt es am Winkel in dem das Getriebe dann steht. Das Öl läuft quasi hinter.
Danke für die Erklärungen.
Das heißt aber dann auch, daß es nichts mit dem Abschleppen per Brille zu tun hat und ein Abschleppen auf vier Rädern mit einer Stange den selben Effekt hat.

Hallo Peter,
Was ist denn der Unterschied ob beim Abschleppen die Vorderachse mitläuft, oder in der Luft hängt? Das verstehe ich nicht.
Gruß
Jens

Hallo Jens,
ich antworte mal Leihenhaft und denke es hat nichts mit der Vorderachse zu tun, sondern mit der Hinterachse. Die Kardanwelle dreht warscheinlich als alleiniges Bauzeil im Getriebe, ohne das andere Getrieberäder sich bewegen. Dadurch wird kein Getriebeöl herumgeschleudert und das Nadellager läuft trocken. Oder?
Grüße Christian
Schleppen auf beiden Achsen ist kein Problem.
Wird das Auto allerdings vorne angehoben gibt es kein Öl mehr im Bereich Antriebswelle und Fünften Gang es laufen dann Vorgelegewelle und Hauptwelle trocken ohne Schmierung. Das geht nicht lange gut.


Sorry, dass ich mich nochmal melde, aber das stimmt so nicht.

Egal wie ein Fahrzeug auf der Antriebsachse stehend geschleppt wird, dreht die Gelenkwelle mit und damit die Hauptwelle im Getriebe. Bei gleichzeitig stehendem Motor - was der Regelfall sein wird - steht aber die Eingangs- und Vorgelegewelle. Damit stehen alle Zahnräder im Getriebe still und eine Schmierung aller Lagerstellen im Getriebe bleibt aus! Das Nadellager zwischen Eingans- und Hauptwelle ist das am besten "gekapselte" Lager, was dann als erstes an der Mangelschmierung versagt.

Es ist immer ausreichend Öl im Getriebe, egal ob das Fahrzeug auf einer Brille steht (vorne angehoben), oder aus eigener Kraft bergauf fährt!

Es hat also nichts mit Schleppen auf 2 Rädern (auf einer Brille) oder auf allen 4 Rädern zu tun. Es geht alleine um eine stehende oder sich drehenden Gelenkwelle während des Abschleppvorgangs.

Ergo:
Entweder Gelenkwelle abbauen, oder Rückwärts schleppen, mit angehobener Antriebsachse.

Als groben Anhaltspunkt würde ich ohne den Abbau der Gelenkwelle maximal 2-3 km weit und höchstens mit 50 km/h schleppen.

Gruß

Oliver 4x4



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