max. Ölverbrauch, Ölwechsel, Motor, Getriebe, Hinterachse/Differential, Servolenkung

Maximaler Ölverbrauch

Über eine „KILOMETERLEISTUNG“ von 1.000 km darf der Ölverbrauch bei allen LT's (lt. VW) MAXIMAL nicht über 1,5 Liter sein.

Der Grund für diesen Mehrverbrauch(über 1,5 Liter) muss ermittelt werden und ist vielfältig, z. B.

-undichte Ventilschaftdichtungen(nicht sichtbar, aber sehr häufig). "Hier" steht's, wie es geht.

"Weitere Infos dazu gibt es "hier".

-Undichtigkeiten im direkten Motorbereich(sichtbar; aber dann läuft das Öl …)

-Undichtigkeiten an den Simmeringen der Kurbelwelle (ganz vorne, oder hinten an der Kupplung; sichtbar)

-Gebrochene Kolbenringe(nur durch Fachmann zu lokalisieren)


Motorölwechsel

Zum Ölwechsel sollte man immer das Altöl über ein Sieb/Tuch laufen lassen.

Nur so kann man feststellen, ob irgendwelche „Grobteile“, wie Metallbruchstücke aus dem „Rumpfmotor“ (Bereich Kurbelwelle, Pleuel-/stange/-lager, Ölpumpe), plötzlich „da“ sind.

In jedem Fall ist das Finden solcher Teile BEUNRUHIGEND, weil ein „KAPITALER Motorschaden“ in nächster Zeit wahrscheinlich sein könnte.


Gründe für einen Ölwechsel

-Neues Öl schützt den Motor besser vor innerer Korrosion.

-Das neue Öl enthält weniger Kondenswasser.

-Gebrauchtes Öl(das Motoröl, das gerade im Motor ist) ist stark mit Benzinrückständen(nur Benziner) durchsetzt; dabei entstehen Säuren, welche für schädliche Reaktionen an den Motorenbauteilen verantwortlich sind.

-Gebrauchtes Öl(das Motoröl, das gerade im Motor ist) im Dieselmotor nimmt naturgemäß viele Verbrennungsrückstände auf, die das Öl dann auch „dickflüssiger“ machen und später zudem das Starten des Motors erschweren

wann wechseln

-Wer seinen Motor langfristig schützen will, ersetzt das Öl am Ende der Fahrsaison. Die Sommerkleider werden ja auch nicht schmutzig über den Winter eingelagert!

-Nach einer Laufzeit von ca. 7.500 km; bei normaler Belastung des LT kann man den auch mal 1000 km überziehen;

-oder entsprechendem Öl-Mehrverbrauch

-Ölfilterwechsel ist zu dem Zeitpunkt auch durchzuführen.


Welches Öl und wieviel?

Additive sollten NICHT dazu gefügt werden!!!


Motor-Ölverbrauch, normal

Der Motor verbraucht natürlich in der „Intervallzeit“ auch ein wenig Öl; das ist normal.

Der Ölverbrauch des LT beträgt auf 1000 km gerechnet etwa 1 Liter. Wenn es darüber geht sollte man dies „im Auge behalten“


Ölmessstab - Anzeige(Motor)

Bild Meßstab FIXME

Er zeigt den Bereich Minimum zu Maximum des Ölstandes an.

Gemessen wird erst nach kurzem Stillstand(ca. 5 Minuten) des warmen Motors, damit sich das Öl im Messbereich sammeln kann.

Wer die Anzeige auf MINIMUM stehen hat, sollte etwa 1 Liter Öl nachfüllen. Innerhalb dieser Anzeige ist keine weitere Maßnahme erforderlich.


Auffälligkeiten bei der Ölmessung

-Kühlflüssigkeit im Öl (Öl hat einen dunklen Grauschleier) bedeutet, dass Kühlwasser in den Ölkreislauf gelangt ist. Die Ursache, ist meist eine defekte Zylinderkopfdichtung und muss schnell gefunden werden

-beim „BENZINER“ kann es im Winter mal passieren, dass zuviel Öl gemessen wird. Die Ursache ist häufiger Kaltstart, verbunden mit zu heftigem Gasgeben, wodurch Benzin in den Motor flutet und den „ÖLSTAND“ erhöht. Das Öl stinkt dann auch nach Benzin.

-zu wenig Öl zeigt Undichtigkeiten, äußerlich sichtbar, oder im Motor im Bereich der Ventilschaftabdichtungen, Kolbenringe u. a. , an.


Vorbereitung zum Ölwechsel(alle)

-LT „eben“ stellen und gegen Wegrollen sichern

-Motorhaube abnehmen(nur bei Motorölwechsel)

-Auffanggefäß (gem. der Füllmenge) mit „Sieb“ unterstellen. Dies ist erforderlich, um festzustellen, ob Metallspäne/-teile mit ausgespült werden.

-Ersatzdichtung für die Ölablassschraube bereit legen

-Werkzeug, je nach „Wechselbereich“ bereit legen

-Ölfilter(nur Motor) bereit legen

-Öl bereit stellen

-Motorölmengen

-Getriebeölmengen

-Hinterachs-, Diferentialölmengen


Ölwechsel durchführen

-Motor auf Betriebstemperatur bringen; Getriebe/Hinterachse sollten Raumtemperatur haben

-Einfülldeckel/-schrauben zum besseren Ablauf öffnen

-Sieb/Tuch in einem Trichter bereitlegen, um das Altöl dort durchlaufen zu lassen;

-Ölablassschraube öffnen, Öl ablassen

-Sieb/Tuch auf Metallteile prüfen. Gleiches gilt für die Ölablassschraube, wenn sie einen Magnetkern hat. Falls Metallspäne/-teilchen im Sieb sind, muss die Ursache gefunden werden!

Metallteile beim Motorölechsel

Genau auswerten, d. h., überprüfen , ob noch kleine Abriebspäne im Altöl zu finden sind.

-unbedingt neues ÖL einfüllen UND FILTER wechseln

-Motor auf Betriebstemperatur bringen(KEINE Vollgasaktionen!),

-dabei den ÖLdruck prüfen, danach

-Kompression messen, um erstmal diese Daten zu haben,

-bewußt im mittleren Drehzahlbereich eine nicht „leistungsfordernde längere Strecke“ fahren,

-Öl betriebswarm durch Tuchfilter ablassen und auswerten,

-Ölfilter unbedingt wieder wechseln,

-sind keine Metallspäne feststellbar, kann man nach dem neuen Ölwechsel weiterfahren,

-wenn DOCH, hilft nur eine neue KOMPRESSIONSPRÜFUNG mit anschließendem Abnehmen der Ölwanne und Inspizierung der Ölpumpe/Pleuellager/Kolben/Zylinderlaufflächen.


Motor-Ölfilter wechseln

Ölfiterinformationen


Er filtert nach Vorgabe des Herstellers das Motoröl auf Kleinstteile, die im Betrieb im Ölkreislauf im Umlauf sind und dem Motor schaden könnten.

Das kann man aber beim Ausbau nicht erkennen. So bleibt einem nur die „mechanische Filterung durch ein feinmaschiges Sieb/Tuch übrig, um notfalls „Grobteile“ zu erkennen.

Der Wechsel ist also PFLICHT und dient der „Gesundheitsvorsorge“ des Motors.

Eine Reinigung oder Wiederverwendung des Ölfiters ist unzulässig.


Hier ist der normalen Ölwechselmenge 1/2 Liter mehr zuzufügen.

Hinweis:

Er ist schräg eingebaut und beinhaltet noch ca. 1/2 ltr Öl, das beim Abschrauben des Filters noch herausläuft. Unbedingt saugfähige Lappen drunter legen!

-Dichtungsfläche vom Ölfilter säubern

-Dichtungsring vom Ölfilter mit Motoröl leicht einölen und Filter „HANDFEST“ einschrauben

Ölablassschraube mit neuer Dichtung wieder einschrauben


Motor-Öl wechseln

Ölmengen/Ölsorten für den LT


-neues Öl einfüllen, s. o.

-da sich immer noch „Restmengen an Öl“ in den Bereichen befinden, sollte man nicht die „gesamte empfohlene Ölmenge„ einfüllen; Anhalt: beim Motor, ca. ¼ ltr weniger.


Getriebeölwechsel

Obwohl „eine *lebenslange Füllung“ drin ist, sollte man, weil der Hersteller damals vielleicht gedacht hat, der LT übersteht 25 Jahre Einsatz nicht, dieses alte ÖL mal wechseln; aber nur gegen „Mineralisches“.

Näheres dazu steht hier

mit interessanten Informationen von ZF-Getriebe Deutschland

Getriebe-Ölwechsel durchführen

normale Menge einfüllen, Verschlussschraube schließen und nach ca. einer halben Stunde, diese Schraube noch mal öffnen und überschüssiges Öl (ganz gering) mit/im Lappen entfernen.


Hinterachse/Differential

Hier gilt Gleiches , wie beim Getriebeöl; Mineralisches Öl, aber andere Sorte!

Genaue Informationen dazu

Hinterachse-Ölwechsel durchführen

-normal auffüllen;

-Einfüllschraube verschließen.

-Hinterachse einseitig anheben und Rad mehrfach drehen, damit das Öl in die Lager gelangt. Gleiches auf der anderen Seite wiederholen. Dazu sollte sich man etwas Zeit lassen, weil das Öl doch recht zähflüssig ist.

-danach an der Einfüllschraube(LT waagerecht gestellt) Ölstand kontrollieren/Öl nachfüllen.

-Ölstand kontrollieren; wenn i. O., „Ölverschlussdeckel“(am Motor), bzw. Einfüllschrauben (Getriebe/Hinterachse) verschließen/einschrauben.


Ölprüfung Getriebe/Hinterachse

Sie erfolgt bei „waagerechtem LT“ bei ausgeschraubter Einfüllschraube. Das Öl sollte gerade noch eine Kleinigkeit „herauslaufen“.


zuviel Öl eingefüllt

„zuviel“ ist relativ.

Man sollte bedenken, dass bei vorgeschriebener Ölmenge die maximale „Durchschmierung“ des Motors/Getriebe/Hinterachse herstellerseitig erreicht ist. „Mehr Öl“ führt zu ungünstigen Funktionsabläufen, die sich möglicherweise durch Aufschäumen des Öls, vermehrter Öldampfbildung, Mehrbelastung der Simmeringe, negativ bemerkbar machen können.

Beim Motor sind ca. 1 Liter „mehr“ normalerweise kein Problem; jedoch sollten „Leistungsfahrten“ bis zur Normalisierung vermieden werden. Noch mehr Öl sollte auf den normalen Pegel abgesaugt/abgelassen werden.

Bei Getriebe/Hinterachse regelt sich der zulässige Pegelstand durch die zur Kontrolle ausgeschraubte Einfüllschraube.


Servolenkung

Motorschaden, Bildergalerie

Der hier gezeigte Motorschaden resultierte aus ÖLMANGEL.

Folge:

Kolbenfresser mit Pleuelstangenabriß, der zum Durschlagen der Pleuelstange im Motorblock und der Ölwanne führte.

Ein Kapitalschaden



gerald 13:01, 21 June 2014 UTC



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