Zweiblattfeder zur Dreiblattfeder für die Hinterachse umbauen; Federtuning am Beispiel des KARMANN

Bei allen älteren LT’s, egal welcher Aufbau, sind oftmals die Blattfedern der Hinterachse erlahmt. Der LT steht dann HINTEN sichtbar tiefer als Vorne. Die Folge ist ein „schwammiges Spurverhalten“, das sich besonders in „Seitenwindempfindlichkeit“, oder „auf die Seite geschoben werden, wenn man von einem LKW überholt wird“.

Somit stellt sich die Problemfrage:

-neue Federn, STANDARD , wie die alten?

-gebrauchte Federn?

-aufgearbeitete Federn (Wechsel von Zweiblatt- auf Dreiblattfedern)

Neue „Standardfedern“ werden möglicherweise aufgrund der sofortigen absoluten Grenzbelastung, (konstruktionsbedingt?) auch wieder schnell erlahmen.

Bei gebrauchten Federn weiß man deren Zustand nicht.

Die beste Lösung, auch wirtschaftlich gesehen, wird wohl die „Aufgearbeitete“ sein. Und dazu möchte ich hier meine Erfahrungen einbringen.


Zustand des Fahrzeugs im Federnbereich der Hinterachse

Der KARMANN, an dem diese Reparatur durchgeführt wurde, verfügt nur über ein Gesamtgewicht von 3000 Kilo.

Das LT28 Fahrwerk (Federbereich) ist m. E. von den KARMAN - Leuten, viel zu schwach gewählt worden.

Der Abstand von der Feder bis zum Rahmen betrug nur 5 cm, mit der Folge, dass die Bulleneier (Zusatzfedern) in Rekordzeit unbrauchbar wurden.

Die Vorderachse hatte kurz vorher bereits neue, verstärkte Federn eingebaut bekommen. Damit stand der LT, VORNE schon bedeutend höher.


Reparaturdurchführung

Nachdem ich die Feder zerlegt hatte, musste ich feststellen, dass sogar die Stützlage durch Überlastung schon verbogen war.

LTpit

LTpit

Deshalb war es notwendig, die Feder vernünftig zu verstärken. Ich habe mich für eine LT35 Einblatt- Feder mit Stützlage entschieden.

Die Feder habe ich mir mit dem Winkelschleifer auf das passende Maß gebracht. Erklärungen über die Länge und Auswirken dazu erfolgen noch.

Die Einblattfeder hat ja so Verbreiterungen. Die habe ich seitlich gerade gemacht und die Federaugenaufnahme weg geschnitten.

Das Federblatt übernimmt die Funktion der Stützlage und sorgt gleichzeitig dafür, dass es nicht zu hart wird mit dem Federungskomfort.

Dieses Blatt habe ich dann gegen die verbogene Stützlage getauscht. Das hat den Vorteil, dass die originalen Federbriden noch verwendet werden können.

Die originale LT28 Feder war erstaunlicherweise nicht ermüdet und musste nicht „gespreizt“ werden.

Die Lager in den Federaugen habe ich gegen gut erhaltene aus meinem Fundus getauscht. Wie das mit einfachen Mitteln machbar ist, schreibe ich in einem separaten Bericht.

Dann noch passende Federklammern angefertigt und alles zusammen gebaut. So habe ich aus einer Zweiblattfeder eine vollwertige Dreiblattfeder gemacht.

LTpit


LTpit,05.12.2014 08:36


Ergänzend hierzu, sollte man auch dies kennen:

Gummimetallager für hintere Blattfederlagerung in die Längsträger des Rahmens einbauen, als PDF-Datei (Yan,3/2015)



gerald 07:37, 27 March 2015 UTC



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